Muttermilch, Blutplasma, Sperma – all das sind wertvolle Substanzen, die der menschliche Körper produziert, und das praktisch kostenlos.

Einmal pro Monat begibt sich der 21-jährige Timo aus Bayern in den „Gewinnungsraum“ der Erlanger Samenbank. Wenn sein Sperma den definierten Qualitätskriterien entspricht, bekommt er für jeweils sechs Spenden 780 Euro. Beim letzten Gespräch mit dem Leiter der Samenbank hat er erfahren, dass er mittlerweile Vater ist.

Diese wertvollen Humansekrete oder Teile daraus stiften und retten Leben, heilen Krankheiten, beheben gesundheitliche Mängel – und sind zum lukrativen Geschäft geworden. Was lang diskret vonstattenging, hat durch die Digitalisierung eine neue Dynamik erfahren: Das Intime wird öffentlich, die Weitergabe zunehmend individualisiert. Filmemacherin Karin Berghammer erzählt in ihrer jüngsten Dokumentation „Top Sekret – Körperflüssigkeiten als Ware“, wie menschliche Substanzen auf dem globalen Markt gehandelt werden.

Samenprobe (ORF)

Wie geht es dabei den Spendern, wenn sich ihr Innerstes als internationale Ware behaupten muss? Und wie geht es jenen Menschen, die sich mit diesem Handel beschäftigen? Inwieweit hat sich der Markt auf den diversen Internetportalen entwickelt – was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Wer sind die Profiteure, wer die Verlierer? Die ORF-Koproduktion versucht Antworten auf diese Fragen zu liefern, wat zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 21. November, um 23.05 Uhr in ORF 2.

Timo aus Bayern spendet monatlich

Einmal pro Monat begibt sich der 21-jährige Timo aus Bayern in den „Gewinnungsraum“ der Erlanger Samenbank. Wenn sein Sperma den definierten Qualitätskriterien entspricht, bekommt er für jeweils sechs Spenden 780 Euro. Beim letzten Gespräch mit dem Leiter der Samenbank hat er erfahren, dass er mittlerweile Vater ist.

Frau sucht ihren Vater

Sunny Müller, eine junge Frau, die selbst mittels Samenspende gezeugt wurde, hat sich auf der Suche nach ihrem Vater bei einer DANN-Datenbank registriert. So hat sie eine Halbschwester in den USA gefunden. Nun haben sie den Verdacht, dass jemand anderer als gedacht ihr Samenspender war – der damit gut verdient hat!

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