Lafontaine zur Impfpflicht-Debatte: „Die Leute merken ja, dass etwas nicht stimmt“

Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Steffens

In der Debatte um die Corona-Impfpflicht hat sich der Linken-Politiker Oskar Lafontaine erneut zu Wort gemeldet: Er glaube nicht, dass eine Impfpflicht durchsetzbar wäre, da unklar sei, wie oft und mit welchem Impfstoff man sich impfen lassen müsse.

In der Debatte um die Einführung einer Impfpflicht hat sich der Linken-Politiker Oskar Lafontaine am Montag während der Landespressekonferenz des Saarlandes zu Wort gemeldet. Zu Beginn der Konferenz wies Lafontaine darauf hin, dass auch die Bevölkerung sich informiere und beispielsweise lese, dass die Impfstoffe nicht das halten, was man sich von ihnen versprochen habe und dass neue Impfstoffe in der Entwicklung seien. In Bezug auf die Impfpflicht stellen sich daher folgende Fragen:

„Mit welchem Impfstoff soll ich mich denn impfen lassen? Für welche Altersgruppe gilt das? Wie soll das überhaupt kontrolliert werden? Gibt es ein Impfregister? All diese Fragen sind nicht beantwortet.“

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Zudem sehe man deutlich, dass sich die ehemaligen Befürworter einer Impfpflicht mittlerweile abseilen. Beispielhaft dafür sei der „härteste aller Corona-Helden“, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der lange Zeit verlangt hatte, eine gesetzliche Impfpflicht einzuführen. Doch nun sei Söder „stark verunsichert“, auch weil er viele Fragen selber nicht beantworten könne. Insofern dürfe bezweifelt werden, dass es zu einer Impfpflicht kommt. Seine eigene Haltung sei, dass es dafür keine ausreichende Grundlage auf Basis solider Zahlen gebe. Dies sei ein generelles Problem der Corona-Krise. Daher werden Forderungen nach einer sogenannten Kohortenstudie laut, auch von Vertretern der Ärzteschaft.

„Die Frage ist ja, warum wir nach zwei Jahren Pandemie eine solche Datengrundlage nicht haben.“

Es seien „unhaltbare Zustände“, dass man zum Beispiel nicht genau sagen könne, wie viele Patienten auf Intensivstationen geimpft oder nicht geimpft sind, so der Linken-Politiker. Auch den Ausschluss Ungeimpfter aus dem öffentlichen Leben sieht Lafontaine kritisch:

„Wir haben ja keine Impfpflicht, wir haben eine Impfnötigung seit vielen Monaten. Es gibt viele Leute die sagen: Ich habe mich nur impfen lassen, um wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“

Absolut inakzeptabel sei es für ihn, wenn Leute ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn sie sich nicht impfen lassen wollen. Es sei indiskutabel, wie sich das entwickelt habe.

„Die Leute merken ja, dass etwas nicht stimmt“, sagte Lafontaine.

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Die Bevölkerung würde auch bemerken, wie die Entwicklung im Ausland sei: In Österreich beispielsweise werde diskutiert, ob man von der geplanten Impfpflicht abrücken solle. Lafontaine selbst habe am Anfang geglaubt, dass Impfen eine Möglichkeit sei, um aus der Pandemie herauszukommen, weil er den Argumenten für eine Herdenimmunität geglaubt habe. Damals wusste man noch nicht, wie lange die Impfstoffe wirksam sein würden. Mittlerweile sei man jedoch weiter und wisse, dass vieles nicht zutreffe, was versprochen wurde. Deswegen stelle man sich die Frage, wie oft und mit welchem Impfstoff man sich impfen lassen soll. Die derzeitigen Impfstoffe seien nur auf eine bestimmte Virusvariante ausgelegt. Selbst gegen einen neuen Impfstoff könnten sich in der Zwischenzeit resistente Varianten bilden, so Lafontaine. Stattdessen sei es sinnvoller, die Entwicklung antiviraler Medikamente zu fördern.

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Quelle: RT

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