Von Gastautor Volker Voegele

Die Todesrate bedingt durch die COVID-Erkrankung ist bei Kindern und Jugendlichen äußerst klein, bei Erwachsenen ist sie viel höher. Für einen COVID-Impfstoff für die jugendliche Altersgruppe müsste deshalb ein ungewöhnlich niedriges Limit an Todesfall-Nebenwirkungen garantiert werden.

Die folgende Betrachtung beschränkt sich auf die Todesfallraten und zeigt auf, dass man nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand über impfbedingte Todesfallraten von einer Impfung der Kinder- und Jugendlichen-Gruppe Abstand nehmen sollte. Die erwartbare impfbedingte Todesfallrate ist im Vergleich zur COVID-Todesfallrate in der Gruppe der jungen Menschen schlichtweg zu hoch.

Laut den letzten, offiziellen Zahlen des RKI (Robert Koch-Institut) wird für das Jahr 2020 für Deutschland vermittelt, dass es knapp 41.200 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gegeben hat. Bei einer Gesamtzahl von etwa 986.000 Toten sind das etwas über 4 % der Todesfälle. Das ist nicht vernachlässigbar, aber keineswegs dramatisch. In Relation zur Gesamtbevölkerung von 83,2 Millionen Menschen ist die COVID-Todesfallrate bei knapp unter 0,5 Promille. Die COVID-Todesfälle werden 2021 höher ausfallen als für 2020. Zahlen-Spekulationen darüber sind allerdings verfrüht.

Bemerkung: An dieser Stelle wird nicht auf die Problematik der überbordenden Zählweise der COVID-Fälle eingegangen, die beispielsweise das Thema Multimorbidität ausblendet. Das offenkundige Desinteresse der Gesundheitsbehörden statistisch signifikante, also aussagekräftige Obduktionen vornehmen zu lassen, ist unverständlich.

Bei jungen Menschen ist das Todesrisiko durch COVID-19 äußerst gering

Seit Beginn der Corona-Krise ist bekannt, dass COVID-19 überwiegend ein Problem für sehr alte Menschen ist. Ganz allgemein gibt es dagegen sehr wenig COVID-Todesfälle bei jüngeren Menschen. In den Altersgruppen 0 – 9 Jahre und 10 – 19 Jahre sind die COVID-Todesfälle sogar extrem selten und in etwa gleich verteilt. 15,3 Millionen Menschen umfasst die Altersgruppe 0 – 19 Jahre und das bei einer Todesfallanzahl von weniger als 10 COVID-Toten im Jahr 2020. Die jährliche Rate der COVID-Todesfälle ist damit unterhalb 0.001 Promille, beziehungsweise unterhalb 1 Todesfall pro 1 Million Menschen.

Das Risiko einer tödlich endenden COVID-Impfung könnte für Kinder und Jugendliche viel höher werden als die COVID-Todesrate selbst

Medien, Regierung und Gesundheitsbehörden sind der Meinung, dass Impfungen die wirksamste Prävention gegen COVID sind. Nun befürworten diese „Institutionen“ auch die Durchimpfung von Kindern und Jugendlichen. Schauen wir uns deshalb die Impfsituation etwas genauer an. Generell kommt es bei allen Impfungen leider auch zu Todesfällen. Für „konventionelle“ Impfungen in der „Vor-Corona-Zeit“ konnte man die Todesraten von Impfungen auf ein sehr tiefes Niveau senken. Diese Raten sollten typisch im Bereich von 0,1 bis 0,2 Toten pro 1 Million Impflingen liegen, umgerechnet zwischen 0,0001 bis 0,0002 Promille. (Notiz: Die Raten gelten für eine einmalige Impfaktion).

Würde man die „konventionelle“ impfbedingte Todesrate auf die 15,3 Millionen Menschen der 0 – 19 Jährigen anwenden, wäre man im Bereich von 1,5 bis 3 Impftoten. Das ist zwar tief, aber kein eigentlicher Vorteil zu den jährlich weniger als 10 Toten ohne jegliche Impfaktion.

Es gibt aber noch ein anderes Alarmzeichen. Nach ersten, vorläufigen Auswertungen der Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-Impfungen zeichnet sich ab, dass die Rate bei überraschend hohen 10 Toten pro 1 Million Geimpften, also bei 0,01 Promille, liegen könnte. (Notiz: Die Zahlen dazu sind noch nicht gesichert). Würde diese Todesfallrate auch bei der Altersgruppe 0 – 19 Jahre eintreten, hätte man mit größenordnungsmäßig 150 Impftoten bei den 15,3 Millionen Kindern und Jugendlichen zu rechnen. Das wäre eindeutig fatal.

Fazit

In der Altersgruppe 0 – 19 Jahre sind im Jahr 2020 weniger als 10 Menschen an COVID verstorben. Die Impfung dieser „15-Millionen-Gruppe“ würde nach den bisher bekannten Daten nur dann einen Sinn ergeben, wenn die Todesrate der COVID-Impfung gesichert auf unterhalb 0,1 Tote pro 1 Million Impflingen gesenkt werden könnte. Noch besser wäre es, den Impfstoffherstellern eine Maximalrate von imfpfbedingten Toten 0,01 bis 0,02 Toten pro 1 Million Geimpften speziell für Kinder und Jugendliche vorzuschreiben. Mit der bisherigen „konventionellen“ impfbedingten Todesrate aus der „Vor-Corona-Zeit“ von maximal 0,1 bis 0,2 Toten pro 1 Million Impflingen könnte man keine Impfvorteile erreichen. In jedem Fall ist eine spezifische Impfsorgfalt bei der Kinder- und Jugendlichen-Gruppe lebenswichtig.

Es sei noch einmal ausdrücklich betont, dass an dieser Stelle nur die Todesfallrisiken, nicht aber sonstige COVID-Impfrisiken (- oder Vorteile) für die Gesundheit der Menschen betrachtet wurden.

Die Datenreferenzen

  1. Achgut, Dr. Jochen Ziegler, 29.04.2021
https://www.achgut.com/artikel/warum_sind_die_covid_impfstoffe_so_toxisch

Eigene Zusammenfassung: Je nach Impfstoff und Land, (vorläufig) zwischen 6 und 24 Tote auf 1 Million Geimpfte. Weiter: „Bei konventionellen Impfstoffen sterben ein bis zwei Impflinge auf 10 Millionen Geimpfte.“

  1. Robert Koch- Institut (RKI), 30.04.2021
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/COVID-19_Todesfaelle.html

41.192 Corona-Tote in Deutschland im Jahr 2020

C1. Statista, 27.04.2021

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156902/umfrage/sterbefaelle-in-deutschland/

985.620 Sterbefälle in Deutschland im Jahr 2020

C2. Statista, 25.03.2021

https://de.statista.com/infografik/23756/gesamtzahl-der-todesfaelle-im-zusammenhang-mit-dem-coronavirus-in-deutschland-nach-alter/

Gezählt sind die Daten ab 01.01.2020 bis 23.03.2021, umfassen also mehr als das Kalenderjahr 2020. Nur 0,014 % der Corona-Toten waren im Alter von 0 – 19 Jahren, insgesamt sind in dieser Altersgruppe 11 Tote vermerkt. 88,7 % der Corona-Toten waren im Alter 70+.

C3. Statista, 04.05.2021

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

Vom 01.01.2020 bis 27.04.2021 sind 18 Corona-Tote im Alter von 0 – 19 Jahren vermerkt.

  1. Statistisches Bundesamt DESTATIS, Stand 06.05.2021
https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html

15,3 Millionen Menschen befinden sich in Deutschland in der Altersgruppe jünger als 20 Jahre.

Volker Voegele ist promovierter Physiker und lebt in der Schweiz. Er hat über 20 Jahre Berufserfahrung in der Prozessleittechnik für weltweit installierte Großkraftwerke und ist seit 2017 pensioniert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf https://vera-lengsfeld.de (Redaktion)

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