Der Fall Thomas E.

Das Schicksal nahm seinen Lauf im Jahr 2013, als Thomas mit einer Bekannten im August des gleichen Jahres zu einem sogenannten „Stammtisch“ nach Bad Kreuznach in ein Hotel fuhr. Bei dieser Veranstaltung, die über „Grundgesetz, Menschenrechte- und Steuerrecht“ informierte, lernte Thomas den angeblichen (internationalen Rechtsbeistand) Herrn Werner Peters und einen Steuerberater aus Bad Kreuznach, einen Herrn Reno Giloy kennen. ….

Wie ein angeblicher „Anwalt“ Existenzen zerstört……

von H.-Jürgen Iffland

Kurz vor Weihnachten erreichte uns eine Email mit einem Hilferuf, die Erlebnisse des Thomas E. doch bitte zu Veröffentlichen- und so andere Menschen vor dem gleichen Schicksal zu schützen, welches Thomas E. widerfahren ist. Diesem Wunsch kommen wir nun nach einigen Recherchen gerne nach- und bitten Dich liebe Leserin- und lieber Leser, wirklich alles zu hinterfragen- wenn Ihr irgendwelche Angebote oder Ratschläge erteilt bekommt!

Nun zur eigentlichen Geschichte:

Der vollständige Name des Opfers ist uns, der Redaktion bekannt, aber aus Gründen des Schutzes kürzen wir den Namen hier ab.

Thomas, Jahrgang Ende der 1960er, hatte nach erfolgreichem Abschluss seiner Schulzeit- und einer Bäckerlehre, die Möglichkeit, im elterlichen Betrieb eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann zu machen, die er ebenfalls erfolgreich abschloss. Er machte sich dann nach einigen Jahren „Selbstständig“ als freier Versicherungsmakler, in dem er ebenfalls erfolgreich tätig war.

Das Schicksal nahm seinen Lauf im Jahr 2013, als Thomas mit einer Bekannten im August des gleichen Jahres zu einem sogenannten „Stammtisch“ nach Bad Kreuznach in ein Hotel fuhr. Bei dieser Veranstaltung, die über „Grundgesetz, Menschenrechte- und Steuerrecht“ informierte, lernte Thomas den angeblichen (internationalen Rechtsbeistand) Herrn Werner Peters und einen Steuerberater aus Bad Kreuznach, einen Herrn Reno Giloy kennen.

Nach unseren Recherchen, betreibt Herr Giloy eine gut gehende Steuerkanzlei in Bad Kreuznach  und ist nicht auffällig.

Allerdings ergaben unsere Recherchen im Fall des angeblich internationalen Rechtsbeistandes Herrn Werner Peters ein ganz anderes Bild! Dazu allerdings später mehr.

Wieder zurück zur Geschichte von Thomas E.  Bei diesem besagten Stammtisch wurden Vorträge über Oben genannte Fachthemen abgehalten. Das war in sofern für Thomas interessant, da er selber mit den Machenschaften unserer Behörden- und auch der Gerichte, nicht konform sein konnte- und in vielen Entscheidungen der besagten Stellen Menschenrechtsverletzende Aspekte erkennen konnte, die absolut nicht im Sinne des Grundgesetzes waren- und statt Menschen zu helfen eher das Gegenteil zur Folge hatten.

So entschied sich Thomas dann auch, bei einem zweiten Treffen mit Herrn Werner Peters, sich von diesem Rechtlich vertreten zu lassen, da Thomas zu diesem Zeitpunkt bereits mit den örtlichen Behörden im Streit lag. Am 28. Aug. 2013 unterzeichnete Thomas eine Vollmacht, die Herrn W. Peters in die Lage versetzte für Thomas tätig zu werden. Die Vollmacht bezog sich auf einen Steuerstreitfall mit dem örtlichen Finanzamt, wofür die Vertretung erteilt wurde. Herr W. Peters erhielt nach Unterzeichnung der Vollmacht eine anwaltliche Gebühr in Höhe von 400 Euro. Weiterhin wies Thomas Herrn W. Peters mehrmals darauf hin, das er weiteres Vermögen habe. Auf die Frage von Thomas an Herrn W. Peters was ihm im schlimmsten Fall bezüglich eventueller Pfändungen des Finanzamtes drohen könnte, erwähnte dieser lapidar „Es gäbe für Pfändungen keinerlei juristische Grundlage!“. Thomas glaubte den Worten dieses Anwaltes, da er davon ausging, dass alles seine Richtigkeit habe. Wie sich allerdings später herausstellte, war Thomas dem schlimmsten Irrtum erlegen, der schließlich zur Existenzvernichtung führen sollte.

Thomas erzählt weiter: „Ja, ich glaubte Ihm und damit begann der Verlauf meiner Existenzvernichtung!“ und weiter: „Der Stammtisch wurde nach dem zweiten Treffen vom Hotelier aufgelöst, da dieser angebliche Drohungen Seitens der Aufsichtsbehörden erhalten hatte“.

Nun wurde Herr W. Peters tatsächlich für Thomas tätig und reichte beim hiesigen Amtsgericht eine Klage gegen das hiesige Finanzamt ein! In einem Schreiben an Thomas teilte der angebliche Anwalt mit, wie Thomas zukünftig mit Schreiben des Finanzamtes umgehen solle nämlich zurücksenden, mit dem Vermerk: „Das ist kein Widerspruch, das ist eine Zurückweisung!!!“.

Die von W. Peters eingereichte Klage beim hiesigen Amtsgericht wurde abgewiesen und man verwies Thomas an das Finanzgericht in Neustadt. Herr W. Peters reichte bei diesem Gericht im Jahr 2013 ebenfalls Klage ein.

Thomas erzählt weiter: „Soweit ich mich noch erinnern kann, hatte ich meine letzte Steuererklärung im Jahr 2011 abgegeben. Irgendwann, ich weiß nicht aus welchem Grund, begab ich mich dann mit meinen Steuerunterlagen zum, beim Stammtisch kennen gelernten Steuerbrater Herrn Rene Giloy nach Bad Kreuznach.“ „Wir führten ein Gespräch, in dem der Steuerbrater mich fragte, warum ich denn eine Steuererklärung machen wolle- und ob ich irgendwelche Anschaffungen tätigen wolle, weil wenn nicht, wäre die Einkommenssteuer ja gegen das Grundgesetz- und weiter fragte er mich, warum ich Ihm denn das Geld für die Steuererklärung zahlen wolle?“.

Thomas erzählt weiter: „Ich habe Herrn Giloy dann gesagt, das ich Ihm in meinen Steuer-angelegenheiten vollends Vertrauen würde, nahm meine Unterlagen und ging. Dann bekam ich Behördenbriefe, einer nach dem anderen von Seitens des Finanzamtes und der Verbandsgemeinde. Ich wies die Briefe alle mit dem vom Anwalt geratenen Grund zurück. Ich telefonierte zwischenzeitlich auch mit Herrn W. Peters und fragte Ihn wie es denn jetzt mit der Klage beim Finanzgericht aussähe worauf ich immer die gleiche Antwort von Ihm erhielt, es wäre alles in Bearbeitung- und ich solle mir keine Sorgen machen. Kurz darauf ging es damit los, das mir meine Konten gepfändet wurden, durch das hiesige Finanzamt sowie der Verbandsgemeindeverwaltung“. (Der Behördliche Verlauf liegt der Redaktion vor).

Thomas weiter: “ Ich hatte das Einfamilienhaus meiner Eltern geerbt und an einen amerikanischen Soldaten vermietet, was mir jeden Monat etwas über 1000 Euro Einkünfte garantierte. Im Mai des Folgejahres erhielt ich dann ein Schreiben vom Finanzamt, dass man die mir zustehende Miete von dem Soldaten im Rahmen der Drittschuldnererklärung, die man auch meinem Mieter geschickt hätte pfänden würde. Daraufhin fuhr ich mit meiner Bekannten zu meinem Haus und sprach mit meinem Mieter und erklärte ihm, das diese Drittschuldnererklärung keinerlei Rechtsgrundlage hätte- und er diese bitte nicht Unterschreiben möge. Ein paar Tage später erhielt ich dann einen Anruf der Rechtsabteilung der US Airbase Spangdahlem, die mir mitteilte, das mein Mieter bei ihnen, mit den Unterlagen des Finanzamtes (Drittschuldnererklärung) gewesen sei und die Erklärung dort Unterzeichnet hätte. Weiterhin riet mir die Angestellte der US Airbase, das ich doch Anzeige gegen das Finanzamt erstatten solle, da dem Mieter ebenfalls vom Finanzamt die Höhe meiner Steuerschulden mitgeteilt worden seien, was diesen ja nun nichts anginge! Dann wurde mir noch mitgeteilt, das es auf Grund meiner Steuerschulden nicht mehr möglich sei, an amerikanische Streitkräfte zu vermieten.  

Auf Grund dieser nun total aus dem Ruder gelaufenen Situation suchte ich nun doch das Gespräch mit der Verbandsgemeinde und dem Finanzamt. Dort kam es aber mehr zu Beschimpfungen- und Unterstellungen, was meine Person betraf- und ich wurde als „Reichsbürger“ tituliert! Daraufhin habe ich mich an unsere MP M. Dreyer gewandt, in der Hoffnung von oberster Stelle Hilfe oder Gehör zu bekommen, dieser Wunsch wurde jedoch abgelehnt. Der nächste Schritt wasr dann ein telefonat mit Herrn K., von der IHK-Trier, bevor man mir dann um Weihnachten 2015 mein Gewerbe Seitens der Behörde stillgelegt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt waren mir insgesamt etwa 45.000,00 Euro gepfändet worden.

Wie ich kurze Zeit später durch Schriftverkehr erfuhr, befand sich mein angeblicher Anwalt Herr W. Peters in der JVA, in der er eine Strafe absitzen musste. Er teilte mir in einem Schreiben jediglich mit, das ich mich bei allen Sachen auf das Grundgesetz berufen sollte- und das „die“ mir meinen Job nicht einfach verbieten dürften.

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Hier ist der Punkt gekommen, sich den angeblich „internationalen Rechtsbeistand“ Werner Peters einmal etwas genauer anzusehen:

Werner Peters (geb. 17.04.1950 in Heidelberg) aus Freudenstadt ist ein Reichsideologe und Betreiber der Seite http://wemepes.ch/.

Peters kann als Vordenker der Reichsbürgerbewegung bezeichnet werden. Nach eigener Aussage betreibt er sein Wirken als reichsideologischer Querulant gegen die Bundesrepublik Deutschland seit Februar 1998. Laut Aussage seines Verteidigers allerdings hatte Peters nach einer Zwangsräumung 2003 das Reichsbürgertum für sich entdeckt. Er ist seit mindestens einem Jahrzehnt als missionierender Reichsideologe unterwegs. Die Opfer seines Wirkens nennt Peters „Mandanten“.

Im Jahr 2008 agierte Werner Peters in seinen Schreiben als „Freier Volksstaat Württemberg[1] und bezeichnete sich selbst als „offizieller Rechtbeistand des ECHR – Strasbourg Deutsches Reich“ und Volksaufklärer.[2]

Im Jahr 2012 schmückte er seine Behördenschreiben mit der Eigenbezeichnung: PETERS, Werner – Selbstverwaltung in anl. UNO Resolution A/Res/56/83 der natürlichen Person nach BGB §1 mit Erklärung zum veränderten Personenstand vom 23.November 2010.

Im Register der KRR-FAQ befindet sich ein längerer Artikel zu Werner Peters[4] (Stand: 27.07.2009).

Werner Peters bezeichnete sich lange als „Staatspräsident des Freien Volksstaates Württemberg“ und war gleichzeitig als „Justizminister“ tätig. In diesem Zusammenhang sah er sich einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Heilbronn (14 Js 35320/03) wegen Amtsanmaßung ausgesetzt. Mit Schreiben vom 30.03.2004 teilte die Staatsanwaltschaft Peters mit, dass mit Verfügung vom 22.03.2004 von der Verfolgung gemäß § 154 Abs. 1 StPO abgesehen werde. Die Justiz ermittelte offensichtlich wegen schwererer Delikte gegen Peters.

Wie das Landgericht Stuttgart auf Anfrage mitteilte, wurde Peters schließlich am 18. November 2004 durch das Amtsgericht Ludwigsburg wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, verbotener Mitteilung einer Anklageschrift und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 1 Jahr 2 Monaten verurteilt. Gegen die Verurteilung legten sowohl Peters als auch die zuständige Staatsanwaltschaft Berufung ein. Am 9. März 2005 fand die Berufungsverhandlung vor der 31. Kleinen Strafkammer des Landgerichts Stuttgart statt (31 Ns 5 Js 91011/03). Beide Berufungen wurden als unbegründet verworfen. Peters hatte sich zunächst in Untersuchungshaft befunden. Diese wurde aufrecht erhalten.

Im Rahmen der Berufungsverhandlung wurde auch ein Gutachten über Peters‘ Schuldfähigkeit erstellt. Die Gutachterin hielt Peters aus psychiatrischer Sicht wegen einer anhaltenden wahnhaften Störung für vermindert schuldfähig i.S.d. § 21 StGB. Peters legte umgehend Revision und Haftbeschwerde ein. Nach eigenen Angaben wurde er schließlich am 20. Juli 2005 aus der Haft entlassen.[5] Bereits am 6. Dezember 2005 kam es jedoch zu einer weiteren Hausdurchsuchung bei Peters. Tatvorwurf soll ein Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz gewesen sein.[6]

Aus den von Peters veröffentlichten Dokumenten bzgl. seiner Strafverfahren geht hervor, dass es sich bei ihm um einen ehemaligen Polizeibeamten handelt.

In einer Erklärung vom 12. Februar 2006 begründete Peters, warum er „sämtliche Ämter des ‚Deutschen Reiches‘ niedergelegt“ habe.[7] Peters bezeichnet sich inzwischen – soweit ersichtlich – nur noch als „offizieller Rechtbeistand des ECHR – Strasbourg“. Dies scheint auf eine Klage Peters‘ vor dem ECHR zurück zu gehen (Az: 5881/05), die jedoch von diesem als unzulässig abgewiesen wurde. Zum Anlass der Klage schreibt Peters auf seiner Internetseite:

„Ich wurde 14 Monate inhaftiert, weil ich mein Eigentum gegen die widerrechtlichen Zwangsmaßnahmen dieser Justiz verteidigte. Der einzig Verletzte in dieser Angelegenheit war ich mit viel Reizgas in den Augen. Tatvorwurf: schwerer Widerstand gegen die Staatsgewalt. Inklusive „Straftat“ wegen Veröffentlichung von gerichtlichen Angelegenheiten (meine eigenen) im Internet und Besitz von Munition in geringer Menge. Die Patronen waren über 25 Jahre alt, lagen in meiner Garage und ich hatte diese vergessen, laut „Gesetz“?, nach zu melden!?“

Symbolbild

Werner Peters aus KRR-FAQ

Werner Peters tritt offensichtlich vor allem in Zwangsvollstreckungsverfahren als „Rechtbeistand“ auf. Er legt Wert darauf, nicht als „Rechtsbeistand“ bezeichnet zu werden, da er „nichts mit der rechten oder linken Szene“ zu tun haben wolle.[8] Dies hielt ihn allerdings nicht davon ab, auf seiner Internetseite zeitweilig (so im Januar 2007) unter Verwendung von Hakenkreuz-Symbolik für die „Reichsregierung“ des „Reichskanzlers“ Markus Noack zu werben.[9] Deren Internetseite, auf der sich ebenfalls Hakenkreuz-Symbole als „Hoheitszeichen des Deutschen Reiches“ sowie u.a. Reden Adolf Hitlers befanden, ist auf Andreas Vellmer registriert, den ehemaligen „Innenminister“ der Ebel-„Regierung“. „Reichskanzler“ Noack machte 2005 als Bundesvorsitzender der „CDSA“ (Christlich Demokratisch Soziale Allianz Deutschlands) auf sich aufmerksam.

Nur folgerichtig erschien daher eine Mitteilung Peters‘ vom 11. Januar 2007,[10] aus der sich ergab, dass es eine weitere Hausdurchsuchung bei ihm gegeben hatte. Vorgeworfene Taten diesmal: Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und „Vertretung anderer in rechtlichen Angelegenheiten“ (StA Stuttgart, 5 Js 46116/06). Die Werbung für die Seite der „Regierung Noack“ beendete Peters schließlich nach eigenen Angaben nicht wegen der Nazi-Symbolik und -Propaganda, sondern weil er herausfand, dass Noack „eine Partei auf der Basis der ‚BRD‘ gegründet hatte“[11].

Als „Rechtbeistand“ belästigt Peters Gerichte u.a. mit Beschwerden über „das ordinäre Verhalten“ von Rechtspflegerinnen, fordert Entschädigungen „von mindestens 5.000.000,- US$ pro Tag“ oder den Nachweis der Existenz der Bundesrepublik Deutschland. Auch droht er mit der Beantragung internationaler Haftbefehle sowie Strafanzeigen „bei allen internatioanlen Staatsanwaltschaften u. Gerichten“[12] u.a.

Im Juli 2009 veröffentlichte Peters kurzzeitig einen Hilferuf auf seiner Internetseite. Vom Amtsgericht Reutlingen war er im Dezember 2008 wegen Beleidigung – rechtskräftig – zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 40 EUR verurteilt worden (Az: 4 Ds 21 Js 11060/08). Diese Geldstrafe hatte er nicht bezahlt, weswegen nun die Vollstreckung der Ersatzhaft (100 Tage) angeordnet worden und ein Vollstreckungshaftbefehl gegen Peters ergangen war. Peters flehte auf seiner Interneite: „Lasst mich bitte nicht im Stich….“ und bat – unter Angabe der Kontonummer der zuständigen Staatsanwaltschaft – darum, den Gesamtbetrag an diese zu überweisen (Screenshot). Später verschwand der Hilferuf von seiner Internetseite – und Peters blieb auf freiem Fuß. Siehe dazu auch diesen Artikel[13] im Blog der „KRR“-FAQ.

Werner Peters scheint aufgrund finanzieller Schwierigkeiten seine Liebe zum „Deutschen Reich“ entdeckt zu haben. Im Januar 2004 berichtete er jedenfalls ausführlich von einer bei ihm erfolgten Zwangsräumung.

„Diese Zwangsräumung entstand, weil ich mich geweigert hatte, weitere Raten zu bezahlen, denn sämtliche Vereinbarungen mit der *** wurden durch diese nicht eingehalten!“

Auch in 2014 war Peters mehrfach in Ermittlungen der Polizei verwickelt:

  • Am 11.02.2014 gab es eine Hausdurchsuchung wegen des Verdacht des Betrugs[15]
  • Am 16.12.2014 postete Werner Peters einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe in Höhe von 6300 € wegen Beleidigung.

Im Jahresrückblick für 2014 spricht Werner Peters davon, im genannten Jahr insgesamt drei Bücher geschrieben zu haben. Auch hat er nach eigener Aussage unzählige Seminare geleitet, um seine Ideologien zu verbreiten. Er bewirbt seine Vorträge mit dem Argument, dass die Kosten in keinem Verhältnis zu kommenden Kosten im Rechtsstreit stehen, auch wenn dieser noch nicht geführt werde. Werner Peters kann sich denken, dass seine Opfer als aktive Ideologen einen ähnlich wirren Aktionismus gegen den Deutschen Staat betreiben werden wie er auch. Als Erfolge für das Jahr 2014 nennt er einige abgewendete OwiG-Verfahren (eingestellt wegen § OwiG) sowie diverse Verfahrensverzögerungen bei seinen sogenannten Mandanten. Weitere Erfolge hat er nicht bewirkt, sondern als Querulant die normalen Bearbeitungsvorgänge diverser Behörden etwas verzögert. Da seine Rechtsauffassung nicht mit der gegenwärtigen Realität in Einklang zu bringen ist, geht er sogar soweit, dass er den Sachbearbeitern „Konkludente Verträge“ (was er dafür hält) sowie utopische Scheinrechnungen ausstellt.

Auch klagt er über 300-400 Emails, die er angeblich pro Tag erhalte und erzählt von 1500 aktuellen Verfahren, in denen er seine „Mandanten“ mit der pseudojuristischen Betrugsmasche um ihr Geld erleichtert. Die Zuschauer des Videos ermahnt er zu spenden und fordert finanzielle Unterstützung ein. Seine Wissen bietet er seinen Mandanten für einen Jahresbetrag von 120€ oder 60€ für Hartz4-Empfänger an. Ermahnend fordert er gleich alle „Mandanten“ dazu auf, den kommenden Jahresbeitrag für 2015 jetzt schon zu überweisen. Auch fordert er die entsprechenden Zuschauer dazu auf, die offenen Beträge für einen sogenannten „Weltbürgerpass“ an ihn zu zahlen. Dieses Scheindokument kann direkt über Werner Peters für einen Betrag von 180€ angefordert werden. Zusätzlich bewirbt Peters mehrere unseriöse Edelmetall-Onlinedienste und behauptet argumentativ (und sicher auch in finanzieller Absicht), man solle seine „Links“ des Edelmetall-Affilliate-Marketing anklicken, damit das deutsche Volk sich von jeder Währung unabhängig machen könne.

Er kündigt an, sich im Jahr 2015 etwas zurückzunehmen und erwähnt beiläufig diverse Verfahren, Freiheitsstrafen, äußerst Kostenintensive Geldbußen und weitere Forderungen, die gegen ihn vorliegen. Seiner Auffassung nach wachse seine Kraft durch jeden weiteren Rechtsstreit, der gegen ihn geführt wird. Für das Jahr 2015 plant er, bundesweit diverse Seminare abzuhalten und weist vorsorglich darauf hin, dass die entstehenden Kosten im Voraus an ihn beglichen werden müssen.[16]

Im Jahr 2015 wurden folgende Verfahren gegen Peters bekannt:

  • Bereits am 15.01.2017 gibt Peters bekannt, dass er in einem Gerichtsverfahren der Rechtsanwaltskammer Tübingen gegen ihn vor dem Landgericht Rottweil dazu verurteilt wurde, in gerichtlichen Zivilverfahren nicht mehr als Rechtsbeistand aufzutreten, sich nicht mehr Rechtsbeistand zu nennen, sowie keine Rechtsdienstleistungen mehr zu erbringen.[17]
  • Am 09. und 10. Februar bekamt Peters 2 Ladungen zum Haftantritt. Beide wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe von insgesamt 6979 €. Die Ersatzfreiheitsstrafe wurde gesammt mit 41 Tagen festgesetzt. Beide Strafen versuchte Peters mit einem Schuldschein zu bezahlen.
  • In der Zeit von Anfang März bis Ende September befand sich Werner Peters tatsächlich in Haft in der JVA Rottenburg wegen diverser nicht bezahlter Geldstrafen. Am 22. September meldete er sich zu Wort und verkündete, er werde juristisch gegen seine Inhaftierung vorgehen. Außerdem gab er bekannt, er werde da er jetzt 65 Jahre alt sei, keine neuen „Mandanten“ aufnehmen“. Außerdem werde er im Auftrag seiner Mandanten keine Schreiben mehr an Gerichte oder Behörden schreiben. Er werde seinen Schwerpunkt auf die Aufklärung und seine Vorträge legen[18].
  • Am 21.10.2017 lud Peters seine Mitstreiter zu einer Verhandlung vor dem Amtsgerichts Freudenstadt am 05.11.2015 wegen Computermissbrauch ein. Außerdem veröffentlichte er eine Stellungnahme zu der Ladung[19].
  • Am 05.11.2017 berichtete Peters über dieses Verfahren. Es war gerade mal ein Unterstützer gekommen. Werner Peters wurde wegen Computerbetrugs in 38 Fällen zu “ Jahren und 2 Monaten Haft verurteilt[20].

Im Jahr 2016 wurden folgende juristische Auseinandersetzungen bekannt:

  • Am 26.03.2016 verkündete Werner Peters, er habe 3 Vorführbefehle mit insgesamt 216 Tagen Haft wegen nicht bezahlter Geldstrafen erhalten und müsse damit rechnen jederzeit verhaftet zu werden. Bei den Haftstrafen handelte es sich vermutlich um Ersatzstrafen wegen Fahren ohne Führerschein. Diese habe er aber bereits 2 Mal bezahlt. Einmal mit einem Schuldschein und ein zweites Mal mit einem Schek der WeRe-Bank. Beide wurden abgelehnt. Außerdem stehe noch die Haftstrafe wegen der Verurteil wegen Computerbetrug aus[21].
  • Von Mitte April bis Ende Oktober war Werner Peters tatsächlich in Haft.
  • Am XX fand die Berufungsverhandlung gegen das Urteil wegen Computerbetrugs gegen Werner Peters statt, dass zunächst Unterbrochen wurde, um zu Überprüfen ob Werner Peters überhaupt schuldfähig ist[22].
  • Am 26.09.2017 meldete sich Peters wieder auf seiner Homepage und bedankte sich bei allen Spender die seine Geldstrafe bezahlt hätten und kündigte ein weiteres Mal an, er werde keine Schriftsätze für Mandanten anfertigen und weiter nur Aufklärung über seine Webseite betreiben.

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Soweit unsere Erkenntnisse zu diesem dubiosen Unglücksritter, der seine Mandanten nicht nur Schädigt, sondern diese auch noch um ihr Geld und ihre Hoffnungen betrügt!

Nun wir kürzen hier die Geschichte von Thomas E. ab: Thomas war also auf Grund der Pfändungen und der Falschberatung durch Werner Peters nun gezwungen, da sein Gewerbe still gelegt worden war, zum Jobcenter, früher Sozialamt zu gehen und dort Hilfe zum Lebensunterhalt (Harz 4) zu Beantragen. Auch hier gab er an, dass er noch ein Haus besitze, die Miete, die er bekäme allerdings vom Finanzamt gepfändet wäre. Daraufhin kam man beim Jobcenter auf die glorreiche Idee, Thomas ein Darlehn in Höhe von 30.000,00 Euro anzubieten, wenn er einen Darlehensvertrag  unterzeichnen würde, in dem festgelegt sei, dass das Jobcenter als Eigentümer im Grundbuch eingesetzt würde. Diesen Vertrag unterschrieb Thomas natürlich nicht. Er bekam dann noch etwa zwei Monate sein Harz 4, bevor man Ihm dann die Leistungen streichen wolle.

Nur durch Glück und die Kenntnisse eines guten Freundes, konnte diese Absicht des Jobcenters durch ein Schreiben gestoppt werden und Thomas erhielt weiterhin seine ihm zustehende monatliche Leistung. Beim nächsten Bewilligungszeitraum wurde Thomas die Leistung allerdings verwehrt, da auch der mittlerweile neu eingesetzte Sachbearbeiter mit dem Darlehensvertrag winkte und eine Unterschrift von Thomas haben wollte, um ihm die Leistungen weiter zu zahlen. Auch diese Erpressung ließ Thomas sich nicht gefallen und verließ ohne Unterschrift das Beratungsgespräch beim Jobcenter.

Nun stand Thomas ohne weitere Geldmittel da und konnte sich bei guten Freunden,

wenigstens für die nächsten Wochen etwas leihen. Auch die verbliebenen Raten für das geerbte Haus konnte Thomas nun nicht mehr zahlen und so wurde das Haus dann durch die Bank Zwangsversteigert, nachdem der US-Soldat, der dort als Mieter gelebt hatte ausgezogen war. Das Haus, das einen Verkehrswert von 160.000,00 Euro hat, wurde mal eben für 80.000,00 Euro verhökert und Thomas hat bis heute noch keinen rechtskräftigen Beschluss des Gerichtes erhalten.

Thomas erzählt weiter: „Zwischendurch telefonierte ich öfter mit Herrn Peters, um die Sachlage der Klage beim Finanzgericht zu klären, da ich aber keinerlei befriedigende Antwort bekam, entschloss ich mich nun selbst beim Finanzgericht in Neustadt anzurufen und erfuhr von dort, das meine Klage bereits am 08.11.2015 abgewiesen worden sei. Damit kam ich dann zu der schmerzlichen Erkenntnis, das Herr Werner Peters mich betrogen und verarscht hat. Allerdings fand ich heraus, das ich nicht der einzigste war, der durch die Machenschaften des Herrn Peters seine Existenz verloren hatte. Leider ist bei diesem Betrüger nichts zu holen, so dass ich hier mit einer Klage nichts gewinnen würde!

FAZIT:

Thomas weiter: „Ich bin dumm und naiv an diese Sache heran gegangen und ich denke, ein normaler Mensch, der alles gehabt hat, hätte diese Schritte nicht gemacht. Auch meine ehemaligen Kunden haben sich von mir Abgewandt, so als wenn ich ein pädophiler  Kindermörder wäre. Wenn ich das wäre, könnte ich die Abwendung von mir auch nachvollziehen, aber so bin ich blind in eine Betrugsmasche geraten, für die mich die Menschen in meiner Umgebung verachten!

Wenn ich nun überlege, was ich in den letzten 9 Jahren erreicht habe und welche Menschen ich kennen lernen durfte, gute genauso wie schlechte, wäre ich froh, wenn ich die Uhr zurückdrehen könnte. Das was ich mir in den Jahren aufgebaut habe wurde durch meine eigene Dummheit und Naivität zerstört. Ich habe mittlerweile Existenzängste, Depressionen- und dadurch auch Gesundheitliche Probleme sowie Angstzustände. Ich fühle mich sehr allein gelassen, ich lebe von der Hand in den Mund und habe leider auch hier wieder Mietrückstände. Vor ca. 2 Wochen war ich nun beim Gerichtsvollzieher und musste dort einen Offenbarungseid leisten- und habe dem Gerichtsvollzieher trotzdem noch gesagt, wenn ich irgendwann mal von der Hochmoselbrücke springe, haben auch sie daran eine Mitschuld! Allerdings verspreche ich, dass ich das nicht tun werde!!!

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Soweit unsere Geschichte über Thomas E. Wir wünschen und hoffen, das es Thomas bald wieder etwas besser geht und er Freunde findet, die ihn in Wahrhaftigkeit und guten Willens unterstützen! Noch eine Bitte an alle, die diese Geschichte nun gelesen haben, vertraut niemandem blind, hinterfragt alles!!!

1 thought on “Der Fall Thomas E.

  1. Guten Tag, zu diesem Thema schreibt Ihnen Herr Peters selbst.
    Ich fordere Sie auf das Bild sofort aus dem Beitrag zu nehmen, sonst drohten juristische Schritte gegen Sie! Gegen diese sog. BRD laufen mittlerweile intern. Ermittlungen wegen der Diskriminierung meiner Person und Ignoranz bestehender geschichtlichen und politischen Handlungen, die ein falsches Bild der echten Wahrheit aufzeigen.
    Das was dieser Thomas Etteldorf, um die Namen mal aus zuschrieben, hier von sich gibt, dass ich an seiner Misere schuld sei ist total falsch dargestellt. Sie wissen nicht alles über diese Angelegenheit und haben bei Ihren einseitigen angeblichen Recherchen einiges wissentlich vermutlich übersehen. Fragen Sie sich doch mal warum Herr E. in diese Lage selbst gekommen ist. Nun telefoniert er ständig und belästigt mich mit dauernden Telefonaten. Ich habe diesbezüglich juristische Schritte eingeleitet! Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Alles was ich tat war sein durch seine Unterschrift in der Vollmacht bestätigt worden. Widerspruch hat er nie bis heute eingelegt! Somit wurde davon ausgegangen, dass er mit allem einverstanden war. Gegen Behördenwillkür bin und war ich auch nicht gefeit, so wie er selbst.
    KRR-FAQ ist genauso schlecht recherchiert und Sie haben nur abgeschrieben!
    Diese Gegendarstellung fordere ich Sie auf so schriftgetreu darzustellen und zu veröffentlichen und zwar bis zum01.02.2022!

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